Da kamen Tränen … bei ihr, bei mir, in diesem berührenden Interview. Ich sprach mit Kathrin Mühlberg (46 Jahre), die ihr Projekt Frauenzeit 2015 ins Leben gerufen hat – oder das Leben sie in die Frauenzeit. Wir waren beide letzten Sommer auf der „Summer Celebration“, ohne dass ich sie wirklich wahrgenommen hatte. Da waren so viele Frauen! Wie unser Songprojekt findet auch Kathrin’s Frauenzeit dort ihren Anfang.
Plötzlich fühlte sie es wie einen Stromschlag, sagt sie: Ich muss in die Frauenarbeit!

Die Frauenzeit war geboren. Ab Februar 2016 bietet sie zusammen mit verschiedenen Frauen und Kolleginnen Reisen und Seminare an, in denen sich Frauen unter Frauen in ihrem weiblichen Potenzial entfalten können. In Deutschland, Portugal, Südfrankreich, Indien … Die Welt steht ihr und den Reisefrauen offen.

Was macht dir bei deinem Projekt Frauenzeit am meisten Freude?

Im Moment ist es das Kreieren und Vorbereiten der Seminare und Reisen.

Zur Zeit laufen die Vorbereitungen, bis das erste Seminar und die erste Reise stattfinden – im Februar 2016 ein Intensivseminar zur weiblichen Sexualität und eine 21 tägige Indienreise.

Das Zusammensitzen und „Gebären“ mit meinen „Schwestern“ macht mir große Freude. Uns zu überlegen, wie wir die Reise so gestalten können, dass wir die Frauen befruchten, und wie wir das organisieren können, macht mir großen Spaß!

Das Tollste daran, eine Frau zu sein, ist für mich ….

… Sinnlichkeit! Mit allen Sinnen das Leben genießen.

Was bedeutet „frei sein“ für dich?

Frei sein bedeutet für mich, mit all dem zu sein, was ist: keinen Teil von mir abzuwerten und nichts zu verdrängen – egal ob es meine Kraft ist, meine bunte Palette an Emotionen, das wilde Weib in mir oder auch der Rückzug, der hin und wieder gut tut.

Was war die wichtigste Erkenntnis in deinem bisherigen Leben?

Oh, da gab es so viele! Die wichtigste in letzter Zeit war sicher, dass ich die Last losgelassen habe, dass mein Vater mein Leben verkorkst hätte. Ich habe jetzt die Verantwortung für mich übernommen. Indem ich aufgehört habe, meinen Vater schuldig dafür zu machen, dass ich von ihm als Kind verlassen wurde. Ich muss keine Angst mehr haben, verlassen zu werden. Das Leben bringt sowieso immer wieder Wandel mit sich. Ich bin verantwortlich für mein Leben und habe gelernt, wie ich mit solchen Situationen umgehe.

 Am meisten liebe ich an mir …

… meinen Körper – mit allem, was drin steckt.

Wenn du einen Tag lang ein Mann sein könntest: Was würdest du als Mann auf alle Fälle einmal tun wollen?

Sex mit einer Frau haben. Ich würde wissen wollen, wie es sich anfühlt, von einer Frau empfangen zu werden.

(Auf einmal weinen wir. Beide. Die Formulierung löst etwas in ihr und mir aus. Empfangen werden. Schön.)

Was würdest du noch gerne lernen oder besser können?

Ich möchte in manchen Dingen ein bisschen mehr Disziplin haben
und möchte klarer ausdrücken und kommunizieren können, was es grade für mich braucht.

 Wann fühlst du dich richtig „schön“?

Aktuell!

Ich sitze hier in Jogginghose, bin vor 30 Minuten erst aufgestanden. Hier im Gespräch mit dir und fühle mich schön, weil ich mit allem da sein kann, was ich jetzt gerade bin.

 Hast du ein Lebensmotto und wie lautet es?

Nein, ich habe kein fixes Motto. Es gibt immer wieder wechselnde Sätze, die mich eine Weile begleiten, zur Zeit aber keinen bestimmten, bis auf diesen: „Das Leben ist schön!“ 😉

Und ein paar Tage nach dem Interview schreibt mir Kathrin dann, dass es doch aktuell ein tolles Motto für sie gibt:

„Na und …! Ich hab beschlossen, glücklich zu sein.“

 Frauenzeit - Reisen für FrauenBei Frauenzeit gibt es noch freie Plätze (zumindest zum Zeitpunkt, als wir das Interviews durchgeführt haben)! Kathrin freut sich, wenn du die Zeit des Reisens mit ihr und ihren Weggefährtinnen verbringen willst, um dort in deinem Frausein zu erblühen.

 

Du sinnliche Frau, liebe Kathrin, die du mich zu Tränen gerührt hast: Ich danke dir für das sehr nahe, auf eine Art intime Gespräch.

KATHRIN MÜHLBERG, Frauenzeit

(interviewt von Sabine Krink)

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