1. Fotoshooting – ein Fotograf im Straucheln, 2 Chaosfrauen & ein Angler

Szene am Fotoset OutdoorEs ist schon Monate her: unser erste Fotoshooting mit Markus Reck. Da waren die Temperaturen draußen noch wunderbar warm und wir waren im schönen Köln am Rhein.

Eigentlich hatte ich schon vorab eine richtig tolle, nette, kleine Bucht ausgesucht, in der wir mit viel Platz und in Ruhe und zudem windgeschützt zauberhafte Fotos hätten machen können. Und dann hörte ich mich zu Eva und Markus sagen:

„Sucht Ihr Euch doch die schönste Stelle aus!“

Welch grandioser Fehler! Denn die beiden Künstler (Markus als Fotograf, Eva als Grafik-Designerin) haben natürlich vor allem „die tolle Optik und die perfekte Kulisse und das wunderschöne Licht und die super Perspektive“ gesehen und sich das Ende einer Landzunge ausgesucht, sodass wir quasi mitten im Rhein shooten konnten. Ich bin in solchen Belangen eher die Pragmatikerin und als solche dachte ich:

„Oh nein!“

 

erste Fotoshooting Verinnere dich

Fotograf: Markus Reck

Sabine – High Heels müssen sein

 

Denn die Landzunge bestand aus riesigen, kantigen, teils glitschigen Steinen, die wie bei einem Steinbruch kreuz und quer übereinander geschichtet lagen. Also hangelten wir uns mühsam den Weg entlang, bepackt mit zahlreichen Lasten (= Fotoausrüstung). Zudem hatte ich mir in den Kopf gesetzt, auf dem Foto unbedingt High Heels tragen zu wollen.

Turnen, krabbeln, Schuhe erst anziehen, wenn ich sitze, schoss mir durch den Kopf. Keine Fotos im Stehen. Das beschloss ich innerlich auch schon mal.

Doch neben meinem High-Heels-Problem hatten wir noch weitere Herausforderungen zu lösen.

 

Eva Gitarre stimmenEva – das erste Mal vor der Kamera

 

Ich stand schon einige Mal vor der Kamera, da ich früher als Model (unter anderem für High Heels 😉 ) gearbeitet habe. Eva war allerdings noch nicht so wirklich oft vor einer professionellen Fotokamera als Model aktiv. Ihre Fragen reichten von „Wo soll ich hinschauen?“ bis zu „Wie halte ich die Gitarre?“ und unsere Antworten wurden erschwert durch die Geräuschkulisse, die aus tönenden vorbeifahrenden Schiffen bestand ­– und aus dem Wind.

 

Wind – am Rhein normal

 

Und der Wind war unsere 3. Herausforderung. So ein Lichtschirm ist ein fragiles Gebilde und die rauen Winde am Rhein und er wurden nicht wirklich Freunde. Infolgedessen hatte eine von uns beiden Frauen immer reichlich damit zu kämpfen, den Schirm festzuhalten, während die andere von Markus fotografiert wurde. Aber was tun wir, wenn beide auf dem Bild zu sehen sind? Richtig! Wir lassen den Schirm los. Dieser hat dann auch genau diese Gelegenheit genutzt, um mit dem Wind zu reisen und sich flugs von seiner Haltestange zu lösen, um in Richtung Rhein abzuhauen.

Jetzt kommt die 4. Herausforderung ins Spiel. Der Angler.

 

Shooting mit Angler

Fotograf: Markus Reck

Angler – amüsiert und beherzt

 

Wir waren nämlich nicht allein. Genau an dieser Landzunge (von denen es rund 20 weitere den Rhein entlang gibt, wenn wir nur die zählen, die wir sehen konnten) warf ein Angler seine Rute aus. Und stand damit natürlich irgendwie immer wieder einmal im Bild. Markus meinte zwar beruhigend im stets gleichen Tonfall (es klang wie ein Mantra):

„Das kann man ganz leicht raus retuschieren“,

aber irgendwie … war der Angler real eben da. Und blieb. Er fand das Chaos wohl amüsant und uns drei ziemlich lustig: Eva, die nicht wusste, was sie vor der Kamera tun sollte, Markus, der mit dem Wind und seinem Aufbau kämpfte, und ich, die völlig verrückt in irre hohen Schuhen auf den glatten Steinfelsen herumkraxelte.

 

Als der Wind dann unseren Lichtschirm wegpustete, fiel dieser direkt vor die Füße des Anglers. Der griff beherzt zu und rettete den Schirm. Und damit unser Fotoshooting. So sind sie, die Rheinländer: beherzt und hilfsbereit. Ein Glück, dass der Angler da war!

Doch damit noch nicht genug, denn jetzt kommt die letzte Herausforderung und die hatte vor allem Markus zu meistern: die Glitsch-Steine.

 

Markus Reck, FotografMarkus – voller Einsatz

 

Die feuchtnassen Steine machten nicht nur mir in meinen High Heels zu schaffen, sondern auch Markus, der vernünftige Schuhe trug. In einer akrobatischen Meisterleistung turnte er – immer auf der Suche nach der besten Perspektive und weil wir „Models“ uns wegen der scharfkantigen Steine kaum bewegen konnten – auf den Felsen herum. Bis er mitsamt Kamera ausrutschte. Um diese zu retten, wie das ein Top-Fotograf eben tut, legte er einen waghalsigen Sturz hin und konnte verhindern, dass die Kamera (mit ihm) im Rhein landete. Voller Einsatz! (Und ein schmerzendes Knie.)

 

Markus Reck bei der ArbeitMega erschöpft und froh, endlich fertig zu sein, traten wir schließlich den Rückweg an. Da kamen wir an der Bucht im Sand vorbei (Du erinnerst dich an den Anfang der Geschichte? Die mit dem vielen Platz, der Ruhe, ohne Wind und ohne Angler …).

„Wir hätten doch da ….“, fing Markus an, doch da knurrte ich leise.

Wahrscheinlich wäre es in der schönen Bucht nur halb so spannend geworden, nicht annähernd so lustig und uns nie so in Erinnerung geblieben, wie dieses erste Shooting auf der glitschigen, kantigen Stein-Landzunge am Rhein in Rodenkirchen mit Angler und Sturz.

 

Falls du einmal einen wagemutigen Fotografen für das Besondere oder auch für das Alltägliche brauchst, empfehlen wir dir von Herzen und mit voller Überzeugung und in großer Dankbarkeit Markus Reck, Fotograf und Fotokünstler: www.markus-reck.de und Markus Reck Fotograf auf Facebook

 

Sabine Krink und Eva Saarbourg

Fotograf: Markus Reck

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